Renaturierung: ÖVP-Verzögerungstaktik gefährdet Niederösterreichs Lebensgrundlagen
Shownotes
Hitze, Dürre, stille Tote: Der Sommer 2026 hat Niederösterreich hart getroffen – und trotzdem bleibt der Aufschrei aus. Klubobfrau Helga Krismer und LAbg. Georg Ecker sprechen in dieser Folge offen darüber, warum hitzebedingte Todesfälle in den Medien kaum Platz finden, obwohl sie längst die Zahl der Verkehrstoten übersteigen.
Von dort aus spannen die beiden den Bogen zum aktuellen Renaturierungsplan von Minister Norbert Totschnig, der am 1. September an die EU-Kommission übermittelt wurde. Krismer nimmt den Entwurf auseinander: zahnlos, ohne verbindliche Maßnahmen, und mit einer besonders schwachen Antwort auf die dringendste Frage – wie Städte und Gemeinden auf die Klimakrise reagieren sollen.
Mehr als 130 niederösterreichische Gemeinden sind betroffen, doch LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesrätin Susanne Rosenkranz blockieren echten Fortschritt.
Warum ein einzelner Baum mit Schwammstadt-Technik bis zu 3.500 Euro kostet, was das Grüne Projekt „1.000 Bäume für Hollabrunn" bewirkt hat, und weshalb es endlich eigene Förderungen für grüne Infrastruktur braucht.
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00:00:00: Wenn ein Terroranschlag wäre, wären wahrscheinlich die Schlagzeilen wochenmonatelang voll bei dieser Anzahl von Toten.
00:00:09: Also so wie es die großen Projekte meiner Natur im Garten gegeben hat wird man halt jetzt das gemeinsame Bekenntnis zur Natur in den Gemeinden brauchen.
00:00:19: Gerade erst im September ist die letzte Hitzerwelle zu Ende gegangen.
00:00:23: Wie hast du das erlebt?
00:00:34: Herzlich willkommen bei einer weiteren Ausgabe unseres Niederösterreich-Podcasts Land auf, Landab an meiner Seite.
00:00:40: Heute wieder Helga Grissmer, Helga!
00:00:43: Wie hast du diesen Sommer erlebt?
00:00:45: Wir haben Hitze, wir hatten Türe.
00:00:48: gerade erst im September ist die letzte Hitzewelle zu Ende gegangen.
00:00:52: wie hast Du das erlebt?
00:00:55: Ja denke ich habe es genauso erlebt wie sehr viele.
00:00:58: Es war unerträglich Ich war heute schon in der Kunstlage, dass ich in sehr vielen Räumen mit Klimaanlage war wenn Sitzungen waren.
00:01:07: Aber beim Einkaufen wie in einer großen Baumarktheile, da haben wir echt auch etwas die Menschen diesen Sommer geleistet haben damit bei uns diese diese Produktivität, die Leistung im ganzen Land irgendwie gehalten wird.
00:01:23: Also ich tut ab was da die Menschen geleistet haben und ich habe es bei der Schwiegermutter gesehen das war echt an der Grenze dass die das in ihrer Wohnung ausgehalten hat.
00:01:34: meistens hat sie sich nicht ausgehalten und ist geflüchtet auf dem Balkon und zwar ist er am Vormittag bei uns gewesen weil die hat.
00:01:41: die Morgensonne
00:01:42: Sind auch leider, muss man sagen, mehrere Zehntausend Tote wahrscheinlich an der Hitze verstorben in Europa.
00:01:51: Auch in Österreich einige Tausend.
00:01:55: Wenn ein Terroranschlag wäre wären wahrscheinlich die Schlagzeilen Wochen monatelang voll.
00:02:02: bei dieser Anzahl von Toten Wie erklärst du dir das dass eine Hitzewelle nicht dieses Ausmaß an Medienberichterstattung, kriegt auch was grad die Gesundheit von Personen betrifft.
00:02:16: Also erstens jetzt wo du das gerade erwähnt hast ist mir wieder so gegangen also ich adapte mich schon dabei dass ich das total gern wegdrücke weil es einfach so irreal ist dass Menschen bei uns da sterben wegen der Hitze.
00:02:32: bin ein Kind das in den Achtzigern neunzigern groß geworden ist Und ich habe diese Bilder vom Süden der Welt, wo Menschen sich nicht ernähren können.
00:02:42: Weil da Boden nichts mehr hergibt, wo die Menschen hungern und auch aufgrund der Hitze es Dote gibt.
00:02:49: Aber dass das bei uns jetzt gibt ist für mich immer noch... Also da muss man quasi hier in Messe ganz oben immer anstrengen damit ich das... Ich aufnehme und spüre, wie drastisch das ist.
00:03:03: Ich weiß nicht, warum die Medien da nicht mehr darüber schreiben.
00:03:06: Zum einen werden Menschen dann noch angstvoller und unsicherer.
00:03:12: Das soll nichts sein!
00:03:13: Da gibt es ja auch Grüne, die sagen Ja, das ist jetzt so aber wir können ja gewisse Dinge besser machen.
00:03:23: Es ist einfach total schrecklich und traurig dass wir soweit gekommen sind Tote haben, ja höher eben glaube ich in der Zahl als Verkehrsdote.
00:03:36: Und der Aufschei ist nicht da weil es sind halt eher ältere Es ist halt der leise Tod zu Hause wo der Kreislauf nicht mehr mitspielt.
00:03:46: und also das bedrückt mich schon oder es stärkt mir dass ich genau deshalb grüne Politik machen möchte.
00:03:53: Dinge besser machen, Stichwort.
00:03:55: Einerseits natürlich die unseren Beitrag zu leisten als Land Niederösterreich, als Österreich in der Europäischen Union gemeinsam mit der EU die Klimakrise weitest geht aufzuhalten.
00:04:09: Auf der anderen Seite aber ganz lokal regional das Lebensumfeld der Menschen in der Klimakriese mit all den bestehenden Auswirkungen zu verbessern.
00:04:18: da gibt es ja von uns auch glaube ich einige Vorschläge, wie man gerade in Städten... du kommst aus Baden an einer größeren Stadt.
00:04:27: Wie man da vor Ort das Leben der Menschen verbessern kann?
00:04:31: Also in den Städte ist es besonders spürbar und die Menschen haben halt nicht den Eigengarten wo sie ihre Oase gestalten können.
00:04:42: daher Wobei
00:04:44: die Oase
00:04:45: oft ein
00:04:47: verdorter Rasen war im Sommer.
00:04:51: Wenn man Bravon
00:04:52: nicht gegossen hat, dann war das eh schon leicht steppmatig.
00:04:57: Das habe ich jetzt gerade letztens gesehen bei jemandem im Mostviertel.
00:05:00: Ich habe gesagt, ihr habt es auch nicht gegossener und da hat es auch so ausgeschaut.
00:05:04: Aber dennoch gibt es einen Boden der quasi etwas ab... Dämmt von dem, was die Hitze betrifft.
00:05:11: Na wenn in den Städten sind es halt wirklich die Grünfläche, wenn sie schon vor Ort sind aber die Gründflächen, wenn nicht nur das Falt denn die Hitzen wieder abgibt und überall wo's möglich ist Wasserstellen zu haben.
00:05:26: Es ist oft auch für Kleinkinder, für Ältere, die sitzen sich dorthin.
00:05:31: Das sind einfach diese kühlen Orte, die man braucht.
00:05:34: So wie in meiner Heimatgemeinde ist es ja da in St.
00:05:38: Bölten auch schon einiges gelungen, dass man der grünen Infrastruktur, was technisch heißt also das man den Bäumen, dem einfach viel mehr Raum gibt und sehr viele neue Pflanzen, Bäume vor einem Setz dann zwar welche wo man glaubt sie sind Klimafit und schaffen die nächsten Jahrzehnte auch unter dem immensen... Stress und Druck, den die Bäume da haben?
00:06:03: Grüne Infrastruktur in den Städten ist ja auch ein Thema der Renaturierung.
00:06:09: Wenn man Renaturierungen in den Mund nimmt, denken viele an die Landwirtschaft vielleicht dann an grün Räume, an Naturschutzgebiete.
00:06:19: aber ganz explizit erwähnt in der Renaturierungsverordnung in der weiteren Umsetzung sind die Städte.
00:06:28: Wie bewertest du da jetzt, am ersten September veröffentlicht den Entwurf vom Minister Totschnick was die Renaturierung in Österreich betrifft?
00:06:41: Also alles was wir jetzt nachlesen konnten und prüfen konnten ist das echtes Papiernetwert, was der Totschnick dann noch Brüssel geschickt hat und es gibt einen Teil darin.
00:06:51: Das ist auch die Klart, wo es eben genau um die Städte geht und gemeinten.
00:06:55: Und das haben wir uns deshalb genau angesehen weil wir in Niederösterreich wie generell in Mitteleuropa und an anderen Orten sogar noch einen gewissen Trend haben dass Menschen eher in zentralere Orte wandern, eher in Städten in Niedere Österreich sind die wunderbaren Kleinstädte hinziehen und dort der totaler Boom ist.
00:07:18: Das heißt wird da immer enger?
00:07:21: Und so wie ich es ja früher noch geheissen habe, die weiß das so vor zwanzig Jahren hat man dann gesagt ne in den Städten ist die Innenverdichtung so wichtig.
00:07:30: Puh!
00:07:31: Da sollten alle Planer heute aufpassen.
00:07:34: Jetzt muss man schon genau schauen, woher kommt der Wind?
00:07:38: Wie ist das Sonnenstand?
00:07:40: Das betrifft gerade einen Kern an einer Gemeinde massiv wenn man möchte dass dort die Menschen auch eine Wunschqualität und eine Lebensqualität haben.
00:07:49: Und da kommt eben dieses europäische Papier eigentlich schon als Chance auf die Gemeinden zu.
00:07:57: Und ich bin sehr traurig, dass in Niederösterreich die Zuständigen – das ist wohl dieser Herr Stefan Bernkopf also auch die Frau Rosengarns von den Blauen ist dafür zuständig.
00:08:09: Aber der Gemeindenbundpräsident, dass sie so in einer Abwehrhaltung sind, die sehen noch irgendwie jetzt die Panik des Wirtschaftskostnern... Also ich glaube es ist sehr viel Ideologie weil gerade was Renaturierung betrifft Die Grünen und vor allem Leonore Gewessler ja in Brüssel, und damit für ganz Europa echt die den Wimpler eingeschlagen hat.
00:08:32: Wir müssen der Natur wieder Raum geben!
00:08:36: Wir brauchen die Natur, denn geht's dem Klima gut, gehts uns aber auch der Wirtschaft gut.
00:08:42: also die Dinge gehören zusammen Und da haben sie jetzt einen ideologischen Grabenkampf drin Ja, um nicht zu sagen Baum und Straßenkampf.
00:08:54: Aber
00:08:55: was ist dein Eindruck gegen?
00:08:56: Was wehren Sie sich gegen?
00:08:57: mehr Bäume in den Städten?
00:08:59: Gehen wir
00:08:59: ganz ehrlich ich weiß es nicht da müssten jetzt die Herren da einladen.
00:09:04: ja also Es ist so aus der Zeit gefallen Und das ist nicht etwas die Menschen im Moment brauchen.
00:09:12: Die Gemeinden brauchen Unterstützung Dafür machen wir uns auch stark.
00:09:17: Also Ich will nicht dass Bürgermeister mit der Boa am Bauhof und in der Verwaltung quasi jetzt von irgendwas, was aus Brüssel kommt, schlagen wird.
00:09:27: Sondern es braucht ein gemeinsames Bekenntnis.
00:09:29: In Niederösterreich sind immerhin mehr als hundertdreißig Gemeinden, die das betrifft, dass sie unterstützt werden.
00:09:36: Wie
00:09:36: kann diese Unterstützung ausschauen?
00:09:39: Es geht um dieses Feintuning.
00:09:40: Man muss zum Beispiel Daten aufbereiten.
00:09:42: Ja man muss das haben.
00:09:43: Es haben viele Gemeinden gesetzlichen Notwendigkeiten, sowas wie ein Baumkatastor.
00:09:53: Die anderen haben das als Exeltapelle, die anderen führen es irgendwie.
00:09:57: und dann gibt's Gemeinden so wie ich das eingeführt habe da zieht man auf Knopfdruck auf einen Plan und die kann sogar schauen eh welcher Baum ist das?
00:10:07: Und da gibt es Unterschiede und die Gemeinden sollte man jetzt vom Land eben mit technischen, digitalen Instrumenten einfach fit machen.
00:10:19: Damit sie da gut sind nicht aufreiben bei solchen Dingen sondern dass eben gut strategisch planen können wo erhalten wir was?
00:10:28: Wo lassen wir Freiflächen weil dann in dem Siedlungsgebiet des Mikroklima besser ist und vieles mehr.
00:10:36: also Wir wollen das die Gemeinden gut unterstützt werden und das Land und Gemeinden gemeinsam den Weg gehen um wieder mehr Natur und damit mehr Lebensqualität in die Gemeinden zu bringen.
00:10:48: Aber wie könnte es ganz konkret ausschauen, wenn ich sage im Baden wird das jetzt angewendet?
00:10:53: Hast du noch mal... Wie schaut Baden dann den fünfzehn Jahren anders aus als es jetzt ausschaut, dass man vielleicht ein bisschen eine Vorstellung bekommt?
00:11:01: Welche Auswirkungen hat denn jetzt ihre Naturierungsverordnung auf die einzelne Stadt?
00:11:06: Also so wie es die großen Projekte meiner Natur im Garten gegeben hat, wird mir halt jetzt das gemeinsame Bekenntnis zur Natur in den Gemeinden brauchen.
00:11:16: Und wenn man auf die Gemeinden von oben drauf schaut, dann wird man quasi einfach die Bäume sehen, die auch ganze Siedlungsgebiete überdecken und damit wie Schirme wirken und als Klimaanlagen in den gemeinden wirken.
00:11:33: Also wenn ich an meine Gemeinde denke da war man einmal sehr weit und hat das ernsthaft betrieben sind dann immer Rückschläge gekommen.
00:11:42: Also das sind finanzielle Rückschläge politische, weil man das nicht als so notwendig sieht.
00:11:48: und heute ist die Not insofern groß.
00:11:50: Weil wir die Gemeinden brauchen Geld um Bäume zu setzen.
00:11:55: So ein Baum, ein richtig guter Baum mit Unterbau...
00:12:00: Vielleicht nur an der Schwammstadt, dass der wirklich gut genährt ist auch mit Wasser und Nährstoffen?
00:12:04: Wir reden da sicher von drei tausend fünfhundert Euro aufwärts wenn man alles zusammenrechnet.
00:12:09: und das sind Kosten Und da braucht es eine Bekenntnis, dass man das möchte und dass man auch Baumbäume pflanzt die mit dem Klima zurechtkommen.
00:12:23: Zum einen aber das andere was mir einfach bei den Bäumen so wichtig ist dass man die privaten auch dazu bekommt dass man ihnen dankt, wenn sie die Bäume pflegen.
00:12:39: Weil sie ja so viel leisten.
00:12:41: Also wer an schönem großen Baum hegt und pflegt gibt auch seine Nachbarinnen.
00:12:47: Das ist quasi gelebte Nachbarschaftshilfe in Zeiten wie diesen im Gemeinden.
00:12:52: Dass wir uns auch etwas überlegen, wie wir das mehr wertschätzen, weil wir brauchen in der Gemeinde jeden Baum.
00:12:58: Wir haben vor den letzten zwei Jahren eine Aktion gemacht in Hallabon.
00:13:01: Tausend Bäume für Hallabron haben als Grüner das finanziert.
00:13:05: Vielleicht sollte das einfach jede Gemeinde, zumindest jede betroffene Gemeinde machen, dass auch in den Privatsgärten dein Beitrag noch besser gelöstet werden kann.
00:13:16: Genau und nochmal es ist halt wichtig neu zu pflanzen und sehr viele mittlerweile.
00:13:22: Ersatzpflanzungen sind notwendig und damit kostet es wirklich viel Geld.
00:13:27: also Wenn ich könnte, würde ich sagen wir brauchen auch extra Bedarfszuweisungen so wie es es seit jeher gibt wenn man Gemeinderstraßen baut.
00:13:37: Da ist quasi die Idee ja das ist notwendig.
00:13:40: aber diese Infrastruktur diese grüne Infrastruktur der wirklich was für die Lebensqualität macht Da gibt es noch zu wenig Augenmerk und da hat man bis jetzt immer so getan, dass sie die Gemeinden alleine machen.
00:13:53: Jetzt haben wir viel über Bäume gesprochen.
00:13:55: ist das einzige was die Gemeinde betrifft?
00:13:58: Naja natürlich Flächen, du hast das Schwamm starten wissen nicht viele was das heißt.
00:14:04: aber nach Möglichkeit zu schauen, dass man Böden hat wenn's endlich wieder mal regnet auch Wasser aufnehmen können, dass man sehr viel macht.
00:14:13: Dass das Wasser in der Region bleibt und generell einfach sorgsam mit Boden umgeht.
00:14:18: In Niederösterreichs ist man noch immer verleitet so zu Tonen im Flächenland als hätten wir ... wird die Fläche nie ausgehen und man kann alles verbauen, dem ist nicht so.
00:14:27: Und wir kriegen dann schon die Watschen weil heute das Wasser in der Region nicht gehalten werden, weil es heiß ist in den Gemeinden.
00:14:34: Also es gibt viele Dinge wo man die Gemeinden aktiv unterstützen kann und unser Begeier ist dass das Land Niederösterreich gemeinsam mit den Gemeinten den Weg geht, weil sie damit einfach für die Bürgerinnen und Bürger wirklich für die Zukunft was Gutes machen.
00:14:51: Vielen Dank für diesen Ausblick.
00:14:54: Wir werden das politisch natürlich weiterhin hier im Land beackern und sicherlich auch in der einen oder anderen Gemeinde.
00:15:01: Ich bedanke mich fürs Zuhören, fürs Interesse – bis zum nächsten Mal bei Land auf, Land ab!
00:15:08: Wenn du Fragen an uns hast oder über ein Thema mehr erfahren möchtest dann schreib' uns gerne ein E-Mail an landtagetgruine.at.
00:15:16: Helga und mich findest Du natürlich auch auf Facebook, Instagram und TikTok.
00:15:21: Wir freuen uns, wenn du uns auf diesen Plattformen folgst.
00:15:24: Aber vor allem freuen wir uns,
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